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Wednesday, July 22. 2009Wilkommen am Ende des Internets
Falls die Hacker-Truppe "anti-sec" sich keinen schlechten Scherz erlaubt hat ist sie im Begriff heute Nachmittag um 16 Uhr einen Wurm vom Stapel zu lassen, dessen Kern eine unbekannte Sicherheitslücke in OpenSSH verwendet. (Quelle: seclists.org)
tecchannel prophezeit hier bei der Bewahrheitung schon einmal "Sollte sich die Drohung jedoch als wahr entpuppen, droht dem Internet ein SuperGAU, da es sich bei OpenSSH um die am häufigsten verwendete Zugriffsmethode über das ungeschützte Netz handelt." Ich persönlich teile in diesem Fall zwar ausnahmsweise die Meinung mit heise, die der angeblichen Sicherheitslücke schon am 9.7. das "FAKE"-Schild verpassten, aber immer langsam. warten wir mal 16 Uhr ab. Monday, July 13. 2009Egoshooter = "Mass Killing Simulators"
Eine herrliche Zusammenstellung aktueller Fakten ist von "Penn & Teller" in ihrer "Bullshit"-Kolumne über gewalttätige Videospiele. Hab ich vorhin zugeschickt bekommen. Gibts drüben bei Nerdcore:
Link zum Artikel Wednesday, July 8. 2009
Chronischer Abzock- und Kontrollwahn ... Posted by JoKer23
at
11:57
Comments (2) Trackbacks (0) Defined tags for this entry: überleben, überwachung, ekel, internet, politik.banken., verwirrung, zensur
Chronischer Abzock- und Kontrollwahn der Regierung
Eigentlich bin ich ja gern ein gut informierter Mensch, aber in letzter Zeit wir mir immer häufiger schlecht, wenn ich Nachrichten sehe. Erstmal diese Geschichte mit den Banken, wo uns immer wieder scheinbar allwissende BWL-Diplomanten oder Wirtschaftsminister erklären es hätte katastrophale Auswirkungen, wenn eine dieser Banken über die Klinge springen würde, aber dennoch kann keiner von denen sagen wie die aussehen würden.
Mich als Steuerzahler jedenfalls entrüstet es unglaublich, dass Großbanken für Spekulatius -öhm- Spekulationsfehler das Geld in den Rachen geworfen bekommen, dass der Staat allen Erwerbstätigen ohnehin schon nur abknöpft um damit die eigenen Schulden zu bezahlen. Das nervt, warum funktioniert das Finanzwesen nicht entweder GENAU wie die freie Wirtschaft oder alternativ wie die europäischen Notenbanken. Naja, ich hab ja eh keine Ahnung. Mein gefährliches Halbwissen basiert ohnehin nur auf albernen Youtube-Videos von Max von Bock oder komischen Verschwörungsfilmchen. Neben der angeblichen Wirtschaftskrise entrüstet mich eigentlich noch mehr dieser irrsinnige Kontrollwahn deutscher Politiker. Erst kam Zensursula mit Ihren Stoppschildern, hin und wieder kommt mal ihr Freund mit dem Rollstuhl ("steh auf, wenn du für Freiheit bist!") um die Ecke geeiert und beide verfolgen allem Anschein nach sehr effizient das Ziel sich selbst durch Halbwissen und Polemik das letzte bisschen Glaubwürdigkeit zu rauben. Der letzte Deutsche, bei dem man das medial gut verfolgen konnte dient ihnen dabei wohl als Vorbild: Der Papst aka. Onkel Razzi! Neben der Tatsache, dass besonders o.g. Politiker bei den Netzwerkern, Geeks, Zockern und Datenschützern ("Internetgangster") auch das kleinste bisschen Respekt mit ihren unnützen und albernen Bemühungen um Zensur und Beschneidung unserer Grundrechte auf Privatsphäre, eigene Meinung, eigenen Geschmack und frei zugängliche Informationen geraubt haben, ist doch zu beobachten, dass ihr Konzept aufgeht. Schuld an den Amokläufen ist das Ballerspiel, Schuld an der Wirtschaftskrise ist die Wirtschaft und die Kinderpornographie wird es sicher bald nicht mehr geben, wenn alle fleißig wegschauen. Ganz ehrlich, ich kann euch aktive und ehemalige Politiker eigentlich alle nicht mehr leiden! Naja gut, bis auf dich vielleicht, Jörg Tauss , du hast es wenigstens begriffen. Deutschland ist neben China (!) das einzige Land der Welt, für das die PC-Spiele-Industrie bisher Spiele angepasst hat, damit Sie hier auf den Markt kommen können. Wir haben das strengste System der Welt zur Überwachung des Spielemarkts und zur Vergabe von Altersfreigaben. Die Computerspiele Industrie hat es in Deutschland schon schwer genug und unsere Politiker begünstigen mit den geplanten neuen Gesetzten den Schwarzmarkt und schädigen eine anderorts sehr aktive und gewinnbringende Industrie. Auf der anderen Seite wird eine Industrie bekräftigt und gestärkt die seit Jahrzehnten nur noch von Schulden lebt und damit wirtschaftet. Aber was will ich schon machen, außer herumsitzen, motzen und mich selbst bemitleiden. Ach ja, ich könnte Petitionen unterzeichnen, da gebe ich immerhin mal meine Stimme für etwas, dass unter Umständen im Bundestag Gehör findet. Petition: Straftaten gegen die öffentliche Ordnung - Gegen ein Verbot von Action-Computerspielen vom 05.06.2009 Monday, June 29. 2009Sinnkrise, Schlafmangel, Schweiss
Jaja es ist mal wieder so weit. Die Sommerdepressionen brechen aus. Das was die meisten Menschen im Winter bekommen, weil es so kalt und unangenehm und dunkel und so ist, das bekomme ich im Sommer, da ich nicht richtig Schlafen kann und ständig schwitze wie eine vom Rost perforierte Regenrinne bei einem Schauer.
Die Nächte, die ich nicht Schlafen kann nutze ich meist um WoW zu spielen, meinen Rechner neu zu installieren und natürlich um mit meinen Freunden zu telefonieren, die dieselben oder ähnliche Depressionen erfahren. Wobei die Depressionen natürlich von ganz unterschiedlichen Quellen kommen. Hier sind es abwesende Frauen, dort anwesende und bei einigen ist es gleich beides zusammen. Natürlich gibt es auch Menschen wie mich, die ganz ohne Frauen in die Sinnkrise verfallen, ganz einfach in dem Sie einen großartigen Film sehen, der ziemlich hart mit der Werbebranche ins Gericht geht. Nach dem Film stellte ich dann bei dem folgenden Schlusssatz fest, dass ich ein Teil dieser Branche bin. Seither fühle ich mich ziemlich schlecht. "Das jährliche Werbebudget beträgt runf 500 Milliarden Dollar Weltweit ... Continue reading "Sinnkrise, Schlafmangel, Schweiss" Thursday, June 25. 2009Düstere Vorzeichen, Gute LauneTuesday, May 19. 2009Du bist TerroristTuesday, May 19. 2009F wie FlamewarEmotionen (Angst, Wut, Lust) und Glaube (an Religionen, politische *seufzt* Das ist inkorrekt, Fakten spielen praktisch gar keine Rolle im Netz, nicht einmal so ein bisschen. Das Netz besteht aus Flamewars, Dummen Fragen und noch viel dümmeren Antworten. Man nehme diesen Blog besser nicht als Beispiel, ich behaupte zwar immer, alles was ich hier schreibe wäre meine Meinung, bin aber meist nicht abgeneigt diese auch mal zu belegen. Das eigentliche Problem ist nicht die Abwesenheit von Fakten, sondern die Anwesenheit von Unmengen Mist. Ich würde mal behaupten (also ohne Fakten) das so in etwa 90% des Internets Porno und Bullshit beinhalten. Ich schließe mich da wirklich nicht aus, auf meinen Seiten gibt es primär auch emotionsgeladene Hasspredigten, völligen Unsinn, Kram den keiner außer drei Leuten auf dem Planeten versteht und ähnlichen Unrat mehr. Das Elend ist jetzt eigentlich nicht die Existenz dieses Unrats, denn jeder Entscheidet ja selbst, ob er nun Müll oder Sternekost im literarischen Sinne konsumieren möchte. Das eigentliche Elend besteht für mich darin, dass es Leute geben muss die es geil finden andere im Internet niederzumachen, Blödsinn zu schreiben (so wie ich), Pornos zu sehen und ja, sogar Viagra zu bestellen. Wer möchte kann also im Internet auch wirklich gute Literatur lesen, gute Diskussionen führen, Fakten und Analysen betrachten, aber die meisten im Internet wollen eben bloss ihre Facebook-Seite updaten, 3 Youtube(oder Youporn) Videos ansehen und danach noch schnell jemanden in einem Forum flamen, zumindest stellt es sich durch die Inhalte so dar. Quelle: A.Kreye@SZ via niggemeier Friday, May 15. 2009Paris - eine lange Geschichte
Tag Eins: Ankommen
Die Vorzeichen hätten nicht schlimmer sein können. Das Wetter war unsagbar ungemütlich, meine geliebte Gefährtin im tiefen Zorn gegen mich entbrannt und ich bestieg einen Zug ohne Fahrkarte, wohl wissend, dass ich eine Karte und einen Platz in einem Abteil mit einer halben Schulklasse, vermutlich eine 7. oder 9. neben einer Familie mit 2 Kindern, die wohl zur einen Hälfte aus Kanada und zur anderen aus Frankfurt stammte, ergattern konnte. Auf der Hinfahrt hielten mich dann eine kurze telefonische Aussprache und hervorragende In-Ear-Kopfhörer davon ab einfach direkt schon durchzudrehen. Als ich ankam war ich nur sehr kurz euphorisch, als ich meinem auch hier bloggenden Fremdenführer antraf und er mich mit den ersten merkwürdigen Begebenheiten in Paris vertraut machte. Eine davon, über die ich immer noch nicht richtig hinweg bin, ist die, dass alle Hauseingangstüren in Paris gepanzert und mit einem Code gesichert sind. Es befinden sich auch keine Namensschilder oder Klingeln an den Türen. Dort wo mein Ansprechpartner wohnt schon gar nicht. Der Hinterhof, den man auf dem Weg zu seinem Domizil durchqueren muss, begrüßte mich zunächst mit frei liegendem Lehmboden, offener Verkabelung und dann mit einer toten Maus auf dem Gehweg. Trotz allem muss man einen gewissen Respekt gegenüber einer Zweizimmerwohnung in Paris aufbringen, vor allem dann, wenn Sie wirklich bloß von zwei Personen genutzt wird. Direkt auf dem Innenhof gegenüber schliefen etwa 10-12 Personen im Schichtbetrieb in einer ähnlich großen Wohnung. Am Abend bekam mein Gastgeber noch Besuch von einem erst kürzlich etablierten Afrikanisch-Französischen bekannten, der sich im Gegensatz zu uns in dem gewählten Wohnviertel rund um die Metrostation Stalingrad nicht seiner Hautfarbe schämen musste. Die Kommunikation lief holprig, da mein Gastgeber ständig hin und her übersetzen musste. Meinen ersten Spaziergang durch das Wohnviertel beging ich auf dem Weg zu einem Vietnamesischen Restaurant, in dem mich ungeahnte Köstlichkeiten erwarteten. Unter anderem war dies frittierter Schweinedarm, der ungefähr so schmeckt wie gebratener Speck, der um Filet gehüllt ist. Trotz jahrelanger Erfahrung mit dem Essen von in den eigenen Darm zurückgepressten Schweinen (kurz: Wurst) kostete mich dennoch eine gewisse Überwindung den Darm als solches zu kosten. Nach diesem hervorragenden Diner schleppten wir unsere bis zum zerbersten gefüllten eigenen Gedärme noch bis hoch auf den „Montmartre“ der wahrscheinlich höchste Punkt der Stadt auf dem die „Sacre Coeur“, eine Basilika steht, auf dessen Treppe geschätzte 50 jugendliche und halbwüchsige eine ausgelassene Party feierten, einfach so, mit allen anwesenden. Wir waren ja eigentlich nur wegen der Aussicht dort, sind dann also auch ohne groß mit zu feiern den Rückweg angetreten. Nach einem solchen Tag in Paris ist man als jemand, der nicht in einer vergleichbaren Metropole lebt ziemlich erschöpft. Aber es ist eine Art von Erschöpfung, die ich sehr gern habe. Es ist die Art von Erschöpfung, die wirklich aus „Schöpfung“ entsteht. Paris sei ein unglaublich Inspirierender Ort, weiß mein Begleiter zu erzählen und ich muss ihm recht geben. Die malerische Mischung aus heruntergekommener Industrie und heruntergekommener Antike, die heute in Messing und Hollywood gegossen gern als „Steampunk“ bezeichnet wird, wirkt vielleicht wirklich beflügelnd auf das menschliche Gehirn, vielleicht liegt es aber auch an der ständigen Smog- bedingten Atemnot. Continue reading "Paris - eine lange Geschichte" |
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