Kaum vorzustellen, dass das bei jemandem zur Selbstfindung führen soll... Aber interessant wie manche Leute Dinge tun, die sie sonst auch nicht tun würden, z.B. dem Gegenüber in die Eier treten (Bei dem Gedanken daran tun mir schon selbige weh :-0 !) bloß weil das Gegenüber eine Uniform trägt. Ähnlich einem Reflex?
Aber seit wann führen Reflexe zur Selbstfindung??
Aber wie auch immer man das deuten will, bezüglich des anderen Tags: zur Freiheit führt es sicher nicht, einem Bullen in die Eier zu treten...
So, heute ist endlich der Tag gekommen, an dem ich mich an diesem Ort der virtuellen Zusammenkunft verewigen möchte. Ich schmökere schon seit ich ihn vor ca. einem Monat entdeckt habe regelmäßig durch diesen Blog und als erstes mal: Großes Lob, er gefällt mir sehr gut!
Nun zu Humorensohn (seltsamer Name!): Du meinst es sei ein Reflex. Das nehme ich mal als Lob. Denn wenn der Wunsch nach Freiheit ein Reflex der Menschen geworden ist, so denke ich haben wir alles richtig gemacht!
Es handelt sich hierbei wohl auch um die Freiheit der Seele und des Herzens und die Freiheit der Gedanken. Die Freiheit, der Macht einfach mal in die Eier zu treten - und damit auch der Willkür und der Ungerechtigkeit, welche uns Struktur und Ordnung vorheuchelt. Das fühlt sich bestimmt gut an. Und es befreit. Und wenn dich etwas befreit und du dich etwas getraut hast, zu dem du noch nie zuvor den Mut hattest, so lernst du dich selber wieder ein bisschen mehr kennen und somit auch mehr schätzen. Womit wir dann bei der Sache mit der Selbstfindung wären!
Aber naja, hauptsache du verlierst deinen Humor nicht
@ Hinrichter: Keep on kicking the powers' balls!
@violinchen
erstmal vielen dank für die blumen und du hast den gedankengang, den ich dabei hatte gut nachvollzogen. ein polizist ist in dem moment, in dem er eine uniform anzieht nicht mehr das individuum, das er vorher war, sondern repräsentiert die ordnungsmacht, die dahinter steht. daher ist es für mich ein akt der befreiung, einem polizist das gemächt zu demolieren.
@humorensohn
der begriff "polizist" leitet sich vom griechischen "polis" ab, bedeutet also, wenn man seine wortgenauigkeit kurz vernachlässigt, "mann der stadt".
demnach sollte ein polizist stets und zu aller zeit das verhalten an den tag legen, das von einem vertreter einer großen masse (der stadt) erwartet wird: diszipliniert, kontrolliert, höflich, freundlich. im allgemeinen: vorbildlich.
für mich dient es durchaus der selbstfindung, einen bullen in die eier zu treten, da es in einem bildlichen sinne den tritt in die klöten der allgemeinheit simuliert. sozusagen kann man von einem psychologischen akt des lossagens von allen anderen sprechen. wenn man nicht mehr teil der durch den polizisten vertretenen masse ist, hat man individualität erreicht, also: sich selbst gefunden.
außerdem: bei meinen bisherigen erfahrungen mit der polizei kann ich nur eins feststellen: vielleicht befördert ein ordentlicher tritt von unten ja wieder ein wenig blut bis in den kopf. könnte nicht schaden.
@ hinrichter:
Ein Polizist ist aber auch jemand, der für Recht und Ordnung und Sicherheit sorgen soll, da er in Deutschland nämlich Teil der Exekutive, also der ausführenden Gewalt ist. Für ebendiesen Zustand sorgt man aber nicht indem man höflich und freundlich ist. ("Entschuldigen sie bitte die Störung, werter Herr, würden sie es eventuell in Erwägung ziehen das Demolieren des Gesichts ihres Gegenübers zu unterlassen?") Ein Polizist muss sich durchsetzen können, sonst ist seine Aufgabe in diesem System hinfällig!
Allerdings befinde ich es auch für einen der wichtigsten Grundsätze, hierbei immer mit einer Angemessenen Menge Respekt vorzugehen. Das ist sehr wichtig. Eis gibt natürlich Polizisten, die keinen Respekt aufbringen, da sie sich auf Grung ihrer Uniform fälschlicherweise für die Nr.1 halten und die ihnen Anvertraute Macht ausnutzen. Diese sind dann allerdings Arsch******. Jedoch gibt es unter allen Menschen, denen in irgendeiner Form Macht zugeteilt wird immer welche, die dies ausnutzen. Dieser Unterschied zeigt jedoch, dass Polizisten keine Einheitliche Masse sind, sondern ebenfalls Individuen - trotz Uniform - da sie sich alle individuell entscheiden zu handeln.
Also wenn überhaupt repräsentiert die Polizei nicht die Allgemeinheit, sondern die Regierung, da sie der verlängerte Arm der Machthaber ist. Aber da ich gerade versucht habe zu erklären, weshalb die Masse der Polizisten eine Ansammlung von Individuen ist, trittst du nicht der Allgemeinheit und auch nicht mal der Regierung sondern einem Individuum in die Eier. Und ich glaube nicht, wie gesagt, dass du dabei individuell wirst oder dich selbst findest, denn sonst müsstest du dich ja auch finden, wenn du IRGENDJEMANDEM in die Eier trittst... Vielleicht solltest du dem Polizisten die Uniform ausziehen - das ist originell und macht dich somit individuell, es sit gewaltfrei und ist denke ich mal auch ein Akt der Symbolik! Aber ich denke nicht, dass der Polizist das will, es sein denn er ist ein MitGLIED der Village-People
Was ich dich aber noch fragen wollte: Wenn du davon ausgehst, dass ein Polizist höflich und freundlich ist, warum verspürst du dann den Wunsch ihm in die Eier zu treten?
@ violinchen:
Cool, für mich ist es auch der 1. Eintrag und ich schließe mich deinem Lob über den Blog mit Freuden an - endlich mal virtuelles Niveau!
Deine zweite Ansicht kann ich - wie du dir bestimmt schon dachtest - nicht teilen. Aber, oh wunder, bei der Sache mit der Selbstfindung im Allgemeinen und dem sich etwas trauen mag ich dir gerne Recht geben, aber es passt einfach nicht zu diesem Beispiel.
Das Argument mit der geistigen Freiheit finde ich zwar logisch aber warum soll es ein anderer Mensch ausbaden, wenn ein jugendlicher Antifascho o.ä. jetzt plötzlich "voll Bock" darauf hat, seine geistige Freiheit auszuleben?? Diese spielt sich nämlich wie der Name schon sagt im Geiste ab!
Außerdem gebe ich immer zu bedenken: Wir sind hier nicht in Chile oder Mosambique oder sonst wo...
Also Leute:
In diesem Sinne - haut rein, aber passt dabei auf die Eier auf