Ich wollte in diesem Jahr mal etwas andere gute Vorsätze pflegen als sonst, weil ich viele ja schon erreicht habe: Ich bin ein herzensguter, mildtätiger, aggressionsfreier - also quasi heiligmäßiger - Mensch geworden, ich rauche und saufe nicht, schlage weder meine Freunde noch -innen noch meine nächsten Anverwandten (obwohl einige Familienangehörigen meiner Ursprungsfamilie es wirklich verdient hätten), ich benutze meine Voodoo-Püppchen nur im Extremfall - z.B. wenn mich jemand nicht freundlich genug grüßt oder ein Nachbar samstags die Straße nicht kehrt - ich fahre nicht ohne gültigen Fahrtausweis (was – allerdings nur unwesentlich - auch damit zusammenhängt, dass ich in der Regel mit dem Auto fahre). Also, kurz gesagt, in Bezug auf meine Gesamtpersönlichkeit bin ich quasi perfekt.
Ja, so habe ich mich auf die Suche gemacht nach einer neuen Dimension und bin fündig geworden auf der Site "
Gluecksarchiv.de". Da stehen u.a. die Lebensregeln des Dalai Lama. Ich habe mich fürs Erste dazu entschieden, diese eine hier besonders zu beherzigen: „Besuche einmal im Jahr einen Ort, den
Du noch nicht kennst“. Das ist ein überschaubares Projekt für das neue Jahr.
Jetzt weiß ich aber nicht, ob das ein Ort sein muss, der in einem anderen Erdteil liegt. Oder ob das auch ein Stadtteil von Offenbach oder Hüttengesäß sein kann, wo ich mich bis jetzt noch nicht hingetraut habe. Und wenn ich da hingehe, werde ich dann wirklich glücklich? Oder gar erleuchtet?
Eine weitere Regel finde ich sehr interessant: „Lerne die Regeln, damit Du weißt, wie Du sie brichst.“ Den ersten Teil habe ich schon vor Jahren hinter mich gebracht – allerdings ohne zu wissen, dass das glücklich machen soll. Jetzt freue ich mich jedenfalls aufs Brechen der Regeln- vielleicht macht das ja glücklicher.
Viel Neues im guten Jahr wünsche ich!